Unsere Schule(n)

Über den Eschweiler Standort…

Die Schule, damals „Hilfsschule“ benannt, öffnete ihre Türen am 16.05.1908 in 2 Räumen der Volksschule. Im Jahre 1927 zog sie in ein eigenes Schulgebäude in der Moltkestraße. Im Jahre 1944 wurde sie dann im Rahmen der Evakuierung geschlossen und erst 1950 in der Baracke der Volksschule wieder eröffnet. Am 01.05.1962 kam der Einzug in das neue Schulgebäude in der Martin Luther Straße, wo sie sich heute noch befindet. Als im neuen Jahrtausend ein Namensgeber für unsere Schule gesucht wurde, kam man schnell auf den Kinder- und Jugendautor Willi Fährmann. Ein Namenspatron, der in seinen Werken auch immer wieder schwierige Lebenssituationen von jungen Menschen in den Blick nimmt. 

Durch die Hinzunahme des Förderschwerpunktes „Soziale und emotionale Entwicklung“ zum ursprünglich alleinigen Förderschwerpunkt „Lernen“ wurde sie im Jahre 2006 zur Förderschule im Verbund.

In einer mehrjährigen Bauphase wurde das Schulgebäude erneuert und erweitert und konnte am 18.09.2010 bezogen werden.

 

Über den Stolberger Standort…

Im Jahr 1905 eröffnete in der Salmstraße (damals Neustraße) die erste Sonderschule für Lernbehinderte. Kurz vor dem ersten Weltkrieg waren die Schüler dann in Teilen des alten Rathauses untergebracht. In den 30er Jahren wurde die Schule dann in die Grüntalstraße, heutige Grundschule und Verwaltungsnebenstelle, verlegt.  Im zweiten Weltkrieg musste man dann in die heute nicht mehr bestehende Schule am Willy-Brandt-Platz und später dann in die Gebäude des ehemaligen Kupferhofes Schart am Heinrich-Böll-Platz ausweichen.

Im Jahr 1975 wurde dann in der Talstraße die „Sonderschule Süd“ eingeweiht. Es bestanden zu dem Zeitpunkt noch die „Sonderschule Nord“ in der Pommernstraße und in Mausbach. Damals besuchten rund 550 Schüler diese Schulen. Sinkende Schülerzahlen zogen eine Auflösung der Sonderschule Nord (1979) und in Mausbach (1982) in Betracht, so dass ab sofort alle Schüler in der damaligen „Förderschule Talstraße“ beschult wurden.

Aufgrund der Mindestgrößenverordnung für Förderschulen haben die Nachbargemeinden Stolberg und Eschweiler beschlossen, dass ab dem 1. August 2015 die Förderschule Stolberg aufgelöst wurde und als Teilstandort der Willi-Fährmann-Schule Eschweiler fortgeführt wird.

Dies hat den Vorteil, dass die Stolberger Schüler nach wie vor in gewohntem Rahmen den Teilstandort Talstraße besuchen können. 

 

Die Schulleitung der Willi-Fährmann-Schule ist somit für beide Standorte zuständig. 

An unseren beiden Standorten werden im Schuljahr 2019/2020 rund 300 Schüler von 48 Kollegen unterrichtet.

 

Unser Leitgedanke

Im Februar 2012 hat die Schulgemeinde sich auf das Leitziel „Wir finden Wege“ verständigt. Dieses Motto beschreibt das Selbstverständnis der Willi-Fährmann-Schule in idealer Weise. Hierdurch kam zum Ausdruck, dass alle Mitglieder der Schulgemeinde sich gemeinsam bemühen und dafür verantwortlich sind, Möglichkeiten zu kreieren, die Entwicklungen in eine selbstbestimmte Zukunft eröffnen. Dazu haben die einzelnen Bestandteile der Leitidee für uns folgende Bedeutungen:

 

Die Willi-Fährmann-Schule versteht sich als Bildungs- und Erziehungseinrichtung zur umfassenden Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler. Unsere Grundhaltung ist die gegenseitige Wertschätzung und Würdigung in Anerkennung der Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Die Arbeit miteinander orientiert sich an der Ausrichtung der Stärken und Ressourcen, die für die Gemeinsamkeit eingebracht werden können. Die von Solidarität und Zuversicht geprägte Gemeinsamkeit aller Mitglieder der Schulgemeinde bietet die Basis und den Rahmen für die individuellen Entwicklungsprozesse.

 

Im Rahmen des wertschätzenden Miteinanders vollzieht sich die „Suche“, positiv ausgedrückt das „Finden“ der Stärken und Entwicklungsressourcen der Schüler und Schülerinnen.

 

Die Willi-Fährmann-Schule bietet eine Reihe von „Wegen“ zur Entwicklung eines Selbst- und Lernzutrauens sowie von Zukunftsperspektiven an.

 

Bildungsgänge

Der Unterricht der Willi-Fährmann-Schule orientiert sich an den Richtlinien der allgemeinen Schule. Für die Klassen 1-4 gelten die Richtlinien der Grundschule, für die Klassen 5-6 die Richtlinien der Hauptschule.

Neben dem differenzierten Unterrichtsangebot in den Klassen findet im Rahmen des wöchentlich mittwochs stattfindenden Praxistages eine Hauptschulförderung ab Klasse 7/8 statt. An diesem Tag werden die Schülerinnen und Schüler zielgleich mit den Anforderungen der Hauptschule (Klasse 7-10) in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet. Weiterhin besteht ab der 9. Klasse die Pflicht an der Teilnahme von Zusatzstunden im Bereich Arbeitslehre. Schüler aus den Klassen 8 - 10, die nicht an den Hauptschulkursen teilnehmen, werden besonders im Bereich „Berufsvorbereitung“ gefördert. Seit dem Schuljahr 2017/2018 sind wir eine gebundene Ganztagsschule.

 

Abschlüsse

Unsere Schule bietet verschiedene Abschlussmöglichkeiten je nach Förderschwerpunkt:

  1. Förderschulabschluss
  2. Hauptschulabschluss nach Klasse 9
  3. Hauptschulabschlüsse nach Klasse 10a und 10b

Hier geht es zu unseren Standorten: